Standesamtliche oder freie Trauung in Leipzig: Was passt zu euch?

Eine der ersten Fragen, die sich viele Paare stellen: Standesamt oder freie Trauung, oder beides? Die Antwort ist einfacher, als sie klingt, sobald man weiß, was rechtlich überhaupt nötig ist und was reine Geschmacksfrage ist. Diesen Artikel als Ergänzung zu meinem ausführlichen Beitrag über den Ablauf beim Standesamt Leipzig, hier geht es um den Vergleich und darum, was zu welchem Paar passt.

Was ist rechtlich überhaupt bindend?

Nur eine Sache macht euch in Deutschland tatsächlich zu Ehepartnern: die standesamtliche Trauung. Laut § 1310 Absatz 1 BGB wird die Ehe "nur dadurch geschlossen, dass die Eheschließenden vor dem Standesbeamten erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen". Eine freie Trauung allein hat also keinerlei rechtliche Wirkung, so schön und emotional sie auch sein mag. Das bedeutet aber nicht, dass ihr euch entscheiden müsst: Ihr könnt die standesamtliche Trauung ganz klein und nüchtern halten und die freie Trauung als euer eigentliches, persönliches Fest daneben feiern, in beliebiger Reihenfolge.

Die standesamtliche Trauung: kurz und knapp

Die Standesamtliche Trauung ist der rechtlich verpflichtende Teil, gebunden an feste Räumlichkeiten, einen recht kurzen Zeitrahmen und einen vorgegebenen Ablauf. Alles Wichtige dazu, von der Anmeldung bis zu den Trauorten in Leipzig, habe ich bereits in meinem Artikel zum Standesamt Leipzig zusammengefasst, den wiederhole ich hier nicht.

Die freie Trauung: eure Regeln, euer Ort

Bei der freien Trauung übernimmt kein Standesbeamter, sondern ein frei gewählter Redner oder eine Rednerin die Zeremonie, die gemeinsam mit euch individuell gestaltet wird. Der große Unterschied: Ort, Ablauf, Länge und Inhalt sind komplett frei wählbar, vom Auwald über einen Innenhof in Plagwitz bis zum eigenen Garten. Genau diese Freiheit ist meistens der Hauptgrund, warum sich Paare zusätzlich für eine freie Trauung entscheiden, sie erlaubt eine Zeremonie, die wirklich nach euch beiden klingt, ohne die formalen Grenzen eines Amtsraums.

Was passt zu welchem Paar?

Wenn euch die rechtliche Seite reicht und ihr keinen großen Zeremonie-Rahmen braucht, ist eine reine standesamtliche Trauung völlig ausreichend, viele Paare kombinieren das dann direkt mit einer kleinen Feier im engsten Kreis. Wenn euch dagegen wichtig ist, eure Zeremonie selbst zu gestalten, an einem Ort eurer Wahl, mit eigenen Texten, eigener Musik und ohne Zeitdruck, ist die freie Trauung die richtige Ergänzung, kombiniert mit einem kurzen, unaufgeregten Standesamt-Termin vorher oder danach. Diese Kombination ist inzwischen der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Was das für eure Fotos bedeutet

Fototechnisch sind das zwei ganz unterschiedliche Situationen. Beim Standesamt sind es meist 20 bis 30 sehr kompakte Minuten mit wenig Bewegungsspielraum, dafür genau der richtige Rahmen für meine Standesamt-Begleitung. Bei einer freien Trauung dagegen habt ihr deutlich mehr Zeit, Licht und Location zur Verfügung, ideal für eine Halbtags- oder Tagesreportage mit mehr Raum für die leisen, unaufgeregten Momente drumherum.

Habt ihr noch Fragen?

Egal, für welche Kombination ihr euch entscheidet, ich begleite euch gerne bei beidem oder auch bei nur einem der beiden Termine. Schreibt mir einfach, dann sprechen wir über euren Ablauf.

Zurück
Zurück

Freie Trauung in Leipzig: Ablauf, Ideen und die schönsten Orte

Weiter
Weiter

Die beste Jahreszeit für eure Hochzeit in Leipzig